Inspirierende Lernreise zur Gesamtschule Bockmühle: Zwei Tage voller Mut, Teamarbeit und neuer Impulse
Wir sind erschöpft – aber voller Inspiration, Energie und guter Laune. Auf der Rückreise von der Gesamtschule Bockmühle in Essen blicken wir begeistert auf unsere erste Lernreise im Rahmen unseres Programms Sozialpädagogisches Teamteaching zurück.
Gemeinsam mit der DKJS Thüringen konnten wir wertvolle Einblicke in eine Schule gewinnen, die sich mit beeindruckender Haltung und Innovationskraft den vielfältigen Herausforderungen des Alltags stellt.
Ein starkes Team auf Lernreise
An der Lernreise nahmen sechs Tandems aus Lehrer:innen und Teamteacher:innen, zwei Lerncoaches sowie die Organisator:innen von DKJS und Kindersprachbrücke teil. Für viele war es das erste Mal, dass sie eine andere Schule so praxisnah erleben und sich multiprofessionell austauschen konnten – ein Gewinn für alle.
Die Gesamtschule Bockmühle selbst ist mit rund 1.500 Schüler:innen eine große Schule, die täglich anspruchsvolle Aufgaben meistert. Umso beeindruckender war die Offenheit, mit der uns die Schulleitung und das Kollegium willkommen hießen und ihre Erfahrungen transparent teilten.
Wo Schule mehr ist als Unterricht
Was die Bockmühle besonders auszeichnet, ist ihr Verständnis von Schule als lebendiger Gemeinschaftsort.
Zum Schulteam gehören weit mehr Menschen als nur die Pädagog:innen:
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Handwerker:innen
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Musiker
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eine Krankenschwester
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Sozialarbeiter:innen
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Expert:innen aus Wissenschaft und Stadtverwaltung
Sie alle tragen dazu bei, Lernen und Leben im Schulalltag eng miteinander zu verbinden.
Veränderung mit Mut und Haltung
Beeindruckend war die Grundhaltung, die Schulleitung Julia Gajewski und die didaktische Leitung Anja Michalik konsequent vorleben:
„Wenn sich Schüler:innen verändern, verändern wir uns mit ihnen.“
Das Kollegium probiert aus, reflektiert, verwirft, beginnt neu – immer mit dem Blick darauf, was die Schüler:innen wirklich brauchen. Diese Kultur der Offenheit und kontinuierlichen Entwicklung prägt die gesamte Schule.
Teamarbeit und Eigenverantwortung als Schlüssel
Die Jahrgangsteams arbeiten eigenverantwortlich, unterstützt durch starke Abteilungsleitungen in einem achtzügigen System. Mehrere Schulentwicklungsgruppen treiben strategische Themen voran – darunter die AG Bildungscampus, an der Vertreter:innen aus Wissenschaft, der Stadt Essen, Schulsozialarbeit, Abteilungsleitungen, DaZ-Koordination sowie die didaktische Leitung und Schulleitung beteiligt sind.
Wir durften live dabei sein und erleben, wie professionell und lösungsorientiert dort zusammengearbeitet wird.
Beziehung und Sprache als Fundament
Zwei Botschaften zogen sich durch den gesamten Besuch:
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Beziehungsarbeit ist grundlegend für Motivation.
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Und: Sprachbildung ist Grundlage dafür, dass Lernen und Leben gelingen kann.
Die Schule setzt darauf, Sprache in allen Fächern mitzudenken – z.B. auch in Selbstlernzeiten –, um Schüler:innen bestmöglich zu unterstützen.
Hospitationen in Jahrgang 5/6: Lernen in Aktion
Während unserer Hospitationen in den Jahrgängen 5 und 6 konnten wir Unterricht hautnah erleben und sehen, wie Konzepte und Haltung im Alltag umgesetzt werden. Besonders die Begleitung durch Anja Michalik und Julia Gajewski hat uns tief beeindruckt.
Fazit: Eine Reise voller Erkenntnisse und konkreter Ideen für die eigene Praxis
Die täglichen Reflexionsrunden der Tandems boten Raum für Austausch, Perspektivwechsel und konkrete Planung. Viele nahmen direkte Impulse für ihre Klassen mit: neue Methoden, neue Ansätze für die Zusammenarbeit und eine große Portion Motivation.
Wir sagen danke für die Gastfreundschaft der Gesamtschule Bockmühle und die Kooperation mit der DKJS Thüringen bei der Organisation dieser Reise.



