Ostschule Gera wird „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Juhuu – wir haben es geschafft! 
Die Ostschule Gera ist jetzt offiziell Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Oder wie unsere Schüler:innen sagen würden: „Wir haben das Schild!“ 

Nach der diesjährigen Europawoche wurde die Schule feierlich in das Netzwerk aufgenommen. Mehr als 70 % der gesamten Schulgemeinschaft hatten sich zuvor in einer Abstimmung klar dafür ausgesprochen, bei Rassismus und Diskriminierung nicht wegzuschauen und aktiv Verantwortung zu übernehmen. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass sich alle an unserer Schule wohlfühlen und gut lernen können.

Besonders freuen wir uns über die Unterstützung unserer Pat:innen – der Theaterfabrik Gera und der Stadt- und Regionalbibliothek Gera. Wir blicken gespannt und voller Vorfreude auf die Zusammenarbeit!

Ein Weg, der sich gelohnt hat

Die Auszeichnung ist das Ergebnis eines längeren Prozesses: In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich an der Ostschule viel bewegt. Unterschiedliche Aktionen und Projekte haben dazu beigetragen, die Schulgemeinschaft zu stärken und für Themen wie Diskriminierung, Vielfalt und respektvolles Miteinander zu sensibilisieren.

Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg war ein Courage-Projekt während der Europawoche im Mai 2025, auf dessen Erfahrungen wir heute zurückblicken.

Rückblick: Mut zeigen mit Kreativität (Europawoche 2025)

Im Rahmen der Europawoche 2025 setzten sich Schüler:innen jahrgangsübergreifend intensiv mit den Themen Mut, Zivilcourage und Diskriminierung auseinander. Insgesamt 24 Kinder und Jugendliche aus den Klassenstufen 1 bis 9 arbeiteten gemeinsam an kreativen und theaterpädagogischen Formaten.

Nach einer offenen Kennenlernphase entstand schnell eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der persönliche Erfahrungen geteilt und gemeinsame Werte entwickelt werden konnten.

Graffiti als Ausdruck von Haltung

Ein besonderer Höhepunkt war ein Graffiti-Workshop mit dem Geraer Künstler Thomas Prochnow. Von ersten Skizzen bis hin zu großformatigen Arbeiten entwickelten die Schüler:innen eigene visuelle Botschaften für ein respektvolles Miteinander.

Auch Herausforderungen wurden kreativ gemeistert: Statt der ursprünglich geplanten Banner wurden zunächst Jutebeutel, Westen und Wände gestaltet. Die finalen Banner konnten später fertiggestellt werden und sind heute sichtbar in der Schule angebracht. Sie stehen für Vielfalt, Respekt und eine Schule als geschützter Raum für alle.

Forumtheater: Mut auf der Bühne

Parallel dazu entstand in Kooperation mit dem Mach(t) Theater aus Erfurt ein Forumtheater-Projekt. Schüler:innen entwickelten eigene Szenen, die sich mit Diskriminierung und Zivilcourage beschäftigen.

Das Besondere: Das Publikum wurde aktiv einbezogen, konnte Szenen bewerten, diskutieren und verändern. So wurden gemeinsam neue Perspektiven und konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.

Die Aufführung war ein bewegender Moment – und zeigte eindrucksvoll, wie viel Mut, Offenheit und Entwicklung in den Schüler:innen steckt.

Zum Forumtheater: www.youtube.com/channel/UCr1Oxl132vS5G_o_7a8IFdg

Europawoche 2026: Courage sichtbar gemacht

Auch in diesem Jahr spielte das Thema Courage eine wichtige Rolle: Die Europawoche 2026 stand im Zeichen des 120-jährigen Schuljubiläums und bot zahlreiche kreative Aktionen.

Ein besonderes Highlight war der Courage-Slam, bei dem Schüler:innen ihre Gedanken, Erfahrungen und Positionen zu Themen wie Respekt, Vielfalt und Zivilcourage eindrucksvoll auf die Bühne brachten. So wurde sichtbar, wie lebendig und präsent das Thema Courage mittlerweile im Schulalltag verankert ist.

Vom Projekt zur Auszeichnung

Die Impulse aus der Europawoche 2025 und die kontinuierliche Weiterarbeit – auch im Rahmen der Europawoche 2026 – haben nachhaltig gewirkt. Schüler:innen konnten Neues ausprobieren, an Selbstvertrauen gewinnen und ihre Haltung stärken.

Mit der erfolgreichen Abstimmung und der Aufnahme in das Netzwerk ist nun ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Und wie geht es weiter?

Auch künftig wird das Thema Courage fest im Schulalltag verankert bleiben. Weitere Projekte – insbesondere im Rahmen der Europawoche – sind bereits in Planung.

Denn eines ist klar:
Courage ist kein einmaliges Projekt, sondern eine Haltung, die wir jeden Tag gemeinsam leben.